LRS Therapeuten - Therapeutenverzeichnis für qualifizierte Legasthenietherapie LRS-Therapie


Hilfe bei Lese-Rechtschreib-
Schwäche - qualifizierte
Legasthenie-Therapie


LRS Therapeuten - Verzeichnis zur LRS-Therapie


Legasthenietherapie in Deutschland

Legasthenie ist kein unausweichliches Schicksal. Viele Eltern stellen fest, dass ihr Kind besondere Schwierigkeiten in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechtschreiben hat. Diese Seite soll all diesen Eltern grundlegende Informationen über das Thema Legasthenie vermitteln. Legasthenie ist kein unausweichliches Schicksal. Den betroffenen Kindern und Jugendlichen kann bei ihren besonderen Schwierigkeiten geholfen werden. Im linken Bereich dieser Seite finden Sie im Therapeutenverzeichnis eine Liste von LRS-Therapeuten für qualifizierte Legasthenietherapie alphabetisch sortiert nach deutschen Großstädten. Erläuterungen dazu, wie eine konkrete Hilfe aussehen kann, finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.

Was ist Legasthenie?

Definition und Merkmale. Die Begriffe ‚Legasthenie‘, ‚(isolierte) Lese-Rechtschreib-Schwäche‘, ‚Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)‘ und andere werden zum größten Teil austauschbar verwendet. Aus diesem Grund soll an dieser Stelle der Begriff ‚Legasthenie‘ als Sammelbegriff für alle Arten von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten verstanden werden. Das Hauptmerkmal einer Legasthenie ist demzufolge zunächst einmal eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Entwicklung der Lese- und/oder Rechtschreibfähigkeit. Das Umsetzen der Lautzeichen (Phoneme) in die richtige Folge der Schriftzeichen (Grapheme) oder umgekehrt ist erheblich erschwert. Legasthenische Kinder fallen neben den Schwierigkeiten in den Bereichen des Lesens und Rechtschreibens häufig durch Probleme in der Motorik (meist Feinmotorik), der Sprache, der visuellen Wahrnehmung, der auditiven Diskrimination, der Konzentration, der psychischen Belastbarkeit und/oder der Merk- und Speicherfähigkeit auf. Legasthenie ist darüber hinaus häufig nicht nur das Problem der betroffenen Kinder, sondern auch das ihres sozialen (familiären) und schulischen Umfeldes. Durch die mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten verbundene ständige Überforderung und durch immer wiederkehrende Misserfolgserlebnisse resultiert eine starke seelische Belastung der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Auswirkungen davon können
  • schulische Auffälligkeiten, wie Vermeidungsverhalten, Schwindeln und Verlust der Lernmotivation,
  • soziale Auffälligkeiten, wie Aggressionen, Rückzug von Freunden etc. oder
  • psychosomatische Beschwerden, wie beispielsweise Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen
  • sein. Allgemeines Schulversagen und in extremen Fällen eine seelische Behinderung können letztendlich die Folge sein.

    Ursachen. Über die Ursachen der Legasthenie können zur Zeit, trotz intensiver Forschungsarbeit, keine eindeutigen Aussagen getroffen werden. Da viele verschiedene Formen von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten existieren, ist es verständlich, dass es auch zahlreiche unterschiedliche Faktoren gibt, die das Erscheinungsbild Legasthenie bedingen können. Meist stehen zudem mehrere dieser Faktoren in Wechselwirkung miteinander. Es handelt sich bei der Legasthenie also um eine multifaktoriell bedingte Störung. Als Mitverursacher können spezielle Funktionsschwächen, vor allem im sprachlichen Bereich, Störungen der Konzentrationsfähigkeit, emotionale Probleme, Milieufaktoren und viele andere Auslöser wirksam werden. In einigen wenigen Fällen sind organische Ursachen (beispielsweise Seh- oder Hörverarbeitungsprobleme) ausschlaggebend.

    Informationen über die angebotenen Hilfen

    Frühzeitige Hilfe ist wichtig! Bei Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein wirksam zu behandelndes Lernproblem. Die Prognose für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ist sogar günstig, sofern das Kind rechtzeitig eine qualifizierte Unterstützung erhält. Bei frühzeitiger und gezielter Behandlung können die zuvor beschriebenen Beeinträchtigungen vermieden, abgebaut bzw. gemildert werden. Dadurch wird dem Scheitern in der Schullaufbahn und den damit verbundenen weiteren negativen Entwicklungen entgegengewirkt.

    Die Diagnostik! Vermuten Eltern, dass bei ihrem Kind besondere Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten vorliegen, sollten Sie es zu einer diagnostischen Untersuchung anmelden. Nur auf der Grundlage einer umfassenden Diagnostik (ausführliches Elterngespräch, testdiagnostische Erfassung der spezifischen Lese- und Rechtschreibschwächen, qualitative Fehleranalyse) kann eine richtige und am Kind orientierte Beratung über spezifische Schwierigkeiten und gegebenenfalls notwendige Hilfsangebote stattfinden. Eine ausführliche LRS-Diagnostik ist auch Voraussetzung für jede Fördermaßnahme im Lese-Rechtschreib-Bereich. Eine qualitativ aussagefähige, förderungsbezogene Diagnostik vermag die Lese-Rechtschreib-Probleme differenziert zu erkennen und versucht, wechselseitige Wirkungszusammenhänge aufzudecken. Durch die Eltern sollte vorab auch eine ärztliche Untersuchung zur Überprüfung des Hör- und Sehvermögens veranlasst werden, da in einigen Fällen Seh- und Hörverarbeitungsprobleme Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten verursachen können.

    Das Förderkonzept Die ausführliche Diagnostik und die qualitative Fehleranalyse liefert Anhaltspunkte für die Erstellung eines individuellen Förderplanes. Darauf aufbauend wird den Kindern und Jugendlichen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten durch ein integratives Förderkonzept bei der Überwindung ihrer Schwierigkeiten geholfen.


      © 2014 Aufnahme ins Verzeichnis    AGB    Impressum